Deutsche Fachwerkstraße

25 Jahre DFS

Fachwerk im Mittelgebirge

Von Diana Wetzestein

 

Über 600 Jahre Fachwerkgeschichte ist auf dieser Strecke der Deutschen Fachwerkstraße (DFS) zu sehen. „Vom Harz zum Thüringer Wald“ titelt die orangefarbene Route der DFS, beginnend im Südharz führt sie durch Mittelgebirgslandschaften, durch das Biosphärenreservat „Karstlandschaft-Südharz“, das Werratal und entlang am Nationalpark „Hainich“. In den Fachwerkstädten wurden Bauten der Gotik, Renaissance, Barock und des Historismus erhalten, kulturelle Besonderheiten wurden bewahrt. Die Fassaden sind mit schmückenden Hölzern gespickt, darunter die Thüringer Leiter oder der Wilden Mann, zwei Konstruktionen, die dieses Fachwerk auszeichnen. Im Brüstungsbereich finden sich Andreaskreuze, die zum „Bauerntanz werden, wenn sie mit Rauten kombiniert wurden.

Die Strecke beginnt in der Thomas-Münzer-Stadt Stolberg, wo durch das geschlossene Ensemble der über 400 Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten ein besonderes historisches Stadtbild entstanden ist, wobei die Mehrzahl der historischen Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammen. In Bleicherode, der Petermannstadt, ragen das Rathaus, die Alte Kanzlei oder das Evangelische Pfarramt heraus aus einem großen Fachwerkschatz. In Worbis finden sich eindrucksvolle Fachwerkbauten aus dem Übergang vom Barock zum Biedermeier, aber auch Gebäude aus der Renaissance. Mühlhausen kann viele repräsentative Fachwerkhäuser  aus dem 17. und 18. Jahrhundert zeigen, auch dank der gelungenen Stadtentwicklung. Die Kirchen und Türme der Stadt ragen aus einem bewundernswerten Fachwerkbestand heraus, wie das um 1300 errichtete Rathaus. In Wanfried reihen sich Fachwerkbauten vom 16. bis 20. Jahrhundert eng aneinander. Prachtvoll zeigen sie die Schönheit einer Stadt, die sich im Herzen Deutschlands mit ihrem historischen Werrahafen präsentiert, der heute ein echtes Highlight geworden ist. Neben den drei großen Amtshöfen zeugen in Treffurt heute noch reich verzierte Wohnhäuser vom Reichtum und Repräsentationsstil der Amtmänner. Sehenswert sind die ehemaligen Burgsitze mit reichem Fachwerkschmuck oder das fachmännisch sanierte Rathaus, das den Marktplatz wieder in alter Schönheit überstrahlt. Die Kur- und Rosenstadt Bad Langensalza besticht nicht nur durch ihre Parkanlagen, sondern auch durch einen umfangreichen Fachwerkbestand. Die ältesten Fachwerkhäuser stammen aus dem 14. Jahrhundert, im Bereich der Marktkirche stehen Fachwerkhäuser des frühen 15. Jahrhunderts. Die Route endet in Schmalkalden, wo der Altstadtkern ein wertvolles Zeugnis mitteleuropäischen Städtebaus darstellt. 2009 wurde der Altmarkt mit dem Nationalen Preis für Baukultur ausgezeichnet, der Altstadtkern besteht zu 90 Prozent aus Fachwerkbauten aus dem 14. bis 18. Jahrhundert. Mit der „Weidebrunner Gasse 13“, erbaut 1367, besitzt die Stadt eines der fünf ältesten Häuser Thüringens.
In allen acht Städten dieser Route sind Fachwerk, Gastronomie, Kultur, Spaß und Entspannung zu finden. Zertifizierte Gästeführer zeigen, was die Städte in sich tragen. Am 13. Juni, dem Tag des Fachwerks, gibt es in vielen Städten der DFS besondere Fachwerkangebote. Info: www.deutsche-fachwerkstrasse.de

 

Städte dieser Fachwerkroute: Bad Langensalza, Bleicherode, Leinefelde-Worbis, Mühlhausen, Schmalkalden, Stolberg, Treffurt und Wanfried

 

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Bad Langensalza. Die Kur- und Rosenstadt am Rand des Nationalparks Hainich, bettet ihr Fachwerk blütenreich ein. Im Jahr 2011 gewann Bad Langensalza den Titel „Blühendste Stadt Europas“ im internationalen Wettbewerb. Aufgrund seiner historischen Bedeutung und der Tatsache, dass Bad Langensalza seit dem 14. Jahrhundert keiner flächigen Zerstörung mehr zum Opfer fiel, besitzt die Stadt einen überregional herausragenden Hausbestand. Die ältesten Fachwerkhäuser stammen aus dem 14. Jahrhundert, im Bereich der Marktkirche stehen Fachwerkhäuser des frühen 15. Jahrhunderts. Die Kombination von rückwärtigem Ständergeschossbau und straßenseitig vorkragendem Stockwerksbau zeigen die typischen Fachwerkformen der Frühzeit bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts. Andreaskreuze, das „Thüringer Leiterfachwerk“ oder die Fächerrosetten, aber auch aufwändige Figurenschnitzereien, sind zu sehen. In der historischen Innenstadt kommen auch Freunde mittelalterlicher Kultur auf ihre Kosten, wenn Ritter, Gaukler, Musiker und Händler zum Mittelalterstadtfest einmal jährlich die Stadt einnehmen, um innerhalb der historischen Stadtmauer, zwischen 17 Türmen und dem Klagetor, ihr Spektakel vorzuführen. Infos: www.badlangensalza.de

 

Bleicherode. Die Stadt am Südharz, liegt eingebettet in die Bleicheröder Berge. Im Norden der Harz, im Osten die Goldene Aue, so war es schon, als Ackerbürger und Leineweber ihre Fachwerkhäuser bauten und so der Stadt ihr heute historisches Gesicht verliehen. Einige Fachwerkbauten ragen besonders heraus aus dem großen Fachwerkschatz: das Rathaus, ursprünglich 1540 erbaut und 1633 nach der Zerstörung neu errichtet, die „Alte Kanzlei“ von 1721 oder das Evangelische Pfarramt aus dem Jahr 1695. Der historische Stadtkern wurde auf der Grundlage des Thüringer Denkmalschutzgesetzes als Denkmalensemble „Historische Altstadt Bleicherode“ unter Schutz gestellt, seit 1997 gehört die Fachwerkstadt zur Deutschen Fachwerkstraße „Vom Harz zum Thüringer Wald“, die durch drei Bundesländer führt.

Das Landschaftsschutzgebiet „Bleicheröder Berge“ erstreckt sich von Bleicherode bis Ascherode im Eichsfeld. Verbindungswege von der Hainleite zum Harz führen durch die Bleicheröder Berge. Buchenwälder, aber auch noch Bestände an Eiben, erfreuen den Spaziergänger und Wanderer. Die durch Muschelkalkberge geprägte Landschaft ist Standort vieler Orchideenarten und Fossilienfunde. Die Stadt Bleicherode bietet historisches Ambiente und ein weitgestecktes Wandergebiet. www.bleicherode.de

 

Leinefelde-Worbis. Eine „Stadt mit Tradition und Zukunft“, im Mittelpunkt des Eichsfeldes, an den Quellen von Hahle, Leine, Ohne und Wipper. Die beiden größten Stadtteile Leinefelde und Worbis stellen zwei vollkommen unterschiedliche Charaktere dar: Leinefelde wurde bereits Mitte des 18. Jahrhunderts durch seinen Handel mit Wolle, Haaren, Fellen und Senf bekannt und wuchs zum zentralen Verkehrs- und Handelspunkt im Eichsfeld heran. Heute zeichnet sich Leinefelde vor allem durch seinen beispielhaften Stadtumbau aus, der schon mit vielen Städtebaupreisen, wie dem „World Habitat Award 2007“ der Vereinten Nationen, gewürdigt wurde. 

Worbis mit seinen zahlreichen gepflegten Fachwerkhäusern in der historischen Innenstadt, stellt einen touristischen und traditionsbewussten Ort im Eichsfeld dar. Seit der Gründung der Regionalstrecke „Vom Harz zum Thüringer Wald“ ist Worbis Mitglied der Deutschen Fachwerkstraße. Die überwiegende Anzahl der Fachwerkbauten wird in die Epoche des Übergangs vom Barock zum Biedermeier eingeordnet. Daneben lässt sich aber auch ein wesentlich höheres Alter einzelner Gebäude etwa aus dem Jahr 1530 oder 1580 exakt belegen. Das Alte Amtshaus, Sitz des Amtsvogtes Harburg-Worbis in der Kurmainzer Herrschaftszeit, weist interessante Schmuckelemente auf, wie Palmen, Fächerrosetten, Mehrzackensterne und Balkeninschriften. Die vielen repräsentativen Bauten sind nicht nur herausragende Zeugnisse des Fachwerkbaus in Worbis, sondern gelten auch als die eindrucksvollsten Fachwerkhäuser der Region. Info: www.leinefelde-worbis.de

 

Mühlhausen. Die „Mittelalterliche Schönheit“ in der Mitte Deutschlands macht ihrem Slogan alle Ehre. Eingebettet vom Thüringer Becken, dem Nationalpark Hainich und dem Obereichsfeld, liegen die Kirchen und Türme der Stadt inmitten einer bewundernswerten Fachwerkstadt. Darunter das um 1300 errichtete Rathaus, elf mittelalterliche Kirchen, der 2750 Meter lange, fast vollständig erhaltene, innere Stadtmauerring, Bürgerhäuser, Straßen, Gassen und Plätze, die eine Zeitreise wert sind. Aus der Siedlung entwickelte sich einst die Reichsstadt, deren Bürger im Jahr 1251 die städtische Selbstverwaltung errangen. Tuchweberei, Waidanbau und die Lage an wichtigen Handelsstraßen waren die Grundlage dieser Blütezeit. Im 16. Jahrhundert ein Zentrum der frühen Reformation und des Bauernkrieges, predigte 1525 der radikale Reformator Thomas Müntzer in der Marienkirche. Mit der Reformation entwickelte sich die Stadt zu einer bis heute lebendigen Pflegestätte der Kirchenmusik. So wirkte von 1707 bis 1708 Johann Sebastian Bach als Organist an der Divi-Blasii-Kirche. Viele repräsentative Fachwerkhäuser  aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind zu sehen, gelungene Stadtentwicklung hat das historische Mühlhausen für seine Bewohner und Gäste höchst attraktiv gestaltet. Auch durch die Nähe zum UNESCO Weltnaturerbe, dem Nationalpark Hainich, ist eine ideale Kombination von Kultur- und Natururlaub in der Mitte Deutschlands möglich und empfehlenswert. Info: www.muehlhausen.de

 

Schmalkalden. Diese Fachwerkstadt liegt am Südhang des Thüringer Waldes und zieht sich mit den Eingemeindungen über das Werratal bis in die Vorderrhön. Das gut erhaltene, 1140-jährige Fachwerkstädtchen ist Ausgangspunkt

für Wanderungen und auch für Historiker und Kunstinteressierte ist die heutige Fachhochschulstadt eine wahre Fundgrube. Der Altstadtkern ist ein wertvolles Zeugnis mitteleuropäischen Städtebaus, die Sanierungsmaßnahmen und die Arbeit der Denkmalpflege tragen ganz wesentlich zur Erhaltung bei. 2009 wurde der Altmarkt mit dem Nationalen Preis für Baukultur ausgezeichnet, Schloss Wilhelmsburg krönt als einzigartiges Bau- und Kunstdenkmal der deutschen Renaissance die Altstadt. Der Altstadtkern besteht zu 90 Prozent aus Fachwerkbauten, die vom 14. bis zum 18. Jahrhundert errichtet wurden. Mit der „Weidebrunner Gasse 13“, erbaut 1367, besitzt die Stadt eines der fünf ältesten Häuser Thüringens. Reiche Erzvorkommen, Bergbau und Eisen verarbeitendes Handwerk waren ab dem 14.Jahrhundert Grundlage für eine blühende Wirtschaft. Der einstige Reichtum ist im Stadtbild heute noch erkennbar. Die „Schmalkalder Artikel“, Werkzeuge und Kleineisenwaren, die aus dieser Wirtschaft hervorgingen, wurden in alle Welt exportiert. Besucherbergwerk und technisches Museum klären darüber auf. Bekannt wurde der Ort auch durch den Schmalkaldischen Bund, dem Martin Luther im Jahr 1537 seine „Schmalkaldischen Artikel“ vorlegte und in dem noch heute alle evangelisch-lutherischen Pfarrer ordiniert werden. Vom 25. April bis 4. Oktober ist die Stadt Gastgeberin der 3. Thüringer Landesgartenschau. Die Besucher erwartet eine „GartenZeitreise“ mit blütenreichen Parks und kulturellen Highlights. Info: www.schmalkalden.com

 

Stolberg (Harz). Die Historische Europastadt und Thomas-Müntzer-Stadt liegt am Rand der Südharzer Karstlandschaft, im Naturpark Harz, in Sachsen-Anhalt. Der Luftkurort, eingebettet in eine Bilderbuchlandschaft, liegt inmitten reicher Buchenwälder und wird auch die „Perle des Südharzes” genannt. Der besondere Reiz Stolbergs entsteht durch das geschlossene Ensemble der über 400 Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten. Die Mehrzahl der Wohngebäude besteht aus zwei- und dreigeschossigen traufständigen Häusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert. In der Rittergasse, Am Markt und im Kalten Tal sind auch Häuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert zu entdecken, die zu den ältesten der Region zählen.

Den Mittelpunkt der ehemaligen Residenz der Grafen zu Stolberg bildet der Marktplatz. Neben den Fachwerkhäusern, wie dem 1452 erbauten Rathaus und dem Museum „Alte Münze“, einem dreigeschossigen Renaissancefachwerkhaus aus dem Jahr 1535, sind auch die Stadtkirche St. Martini, das Josephskreuz auf dem Großen Auerberg und das Schloss Stolberg sehenswert. Auf dem Schloss kam 1506 Gräfin Juliana zu Stolberg und Wernigerode zur Welt. Sie war die Mutter von Wilhelm von Oranien und gilt als Stammmutter des niederländischen Königshauses. Zudem wurde der Prediger und spätere Bauernführer Thomas Müntzer um 1489 in Stolberg geboren. Seit Januar 1993 trägt die Stadt den Titel „Historische Europastadt” und erhielt dadurch überregionale Anerkennung. Info: www.tourismus-suedharz.de

 

Treffurt. Die „Fachwerkstadt im Werratal“ liegt in der Thüringer Welterberegion „Wartburg-Hainich“, in der Mitte Deutschlands. Um 1336 wird die Stadt von einem vereinten Heer aus Hessen, Thüringen und Mainz belagert und erobert. Die Sieger verwalten Treffurt fortan gemeinsam in einer sogenannten Ganerbschaft. Neben den drei großen Amtshöfen zeugen heute noch die reich verzierten Wohnhäuser wie das Ohrfeigenhaus vom Reichtum und Repräsentationsstil der Amtmänner. Unbedingt sehenswert sind die früheren adeligen Burgsitze wie der Trottsche und der Pfuhls Hof mit reichem Fachwerkschmuck. Fachmännisch saniert erstrahlt auch das Rathaus wieder in alter Schönheit. Im 16. Jahrhundert erbaut, sind besonders die figürlichen Schnitzereien der Turmpfeiler zu nennen, die St. Georg und St. Michael zeigen. Von der Hessischen Straße unterhalb des Marktplatzes bis hinauf zum Fuß des Burgberges reiht sich Fachwerkhaus an Fachwerkhaus. Auf einem Spaziergang durch die romantischen, Pflastergassen hinauf zur Normannsteinquelle, geben zahlreiche Haustafeln Auskunft zur Baugeschichte und über einstige Bewohner. Das wahrscheinlich älteste Fachwerkhaus der Stadt, das 1546 errichtete Wohnhaus in der Kirchstraße 31zeigt die Handwerkskunst der Zimmermeister dieser Zeit und dieser Region. Die herrliche Landschaft des Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal bildet den perfekten Rahmen für eine Entdeckertour nach Treffurt. 

Info: www.treffurt.de

 

Wanfried. Die „Fachwerkstadt am Werrahafen“ liegt mitten in Deutschland, zwischen Eisenach, Göttingen und Kassel an der Werra. An ihrer Hauptstraße, einst eine wichtige Handelsstraße zum Endhafen der Weser-Werra-Schifffahrt, reihen sich Fachwerkbauten vom 16. bis 20. Jahrhundert eng aneinander. Prachtvoll zeigen sie die Schönheit einer Stadt, die sich im Herzen Deutschlands als ein echtes Idyll präsentiert. Eine stolze Stadt, der Moritz von Hessen-Kassel 1608 die Stadtrechte verlieh und deren Geschichte zum Aufstieg zu einer der „führnembsten Stedte Europas“ nicht nur von einer Gästeführerzunft, sondern vor allem durch seine Fachwerkfassaden erzählt wird. Für Fachwerkliebhaber ein Muss: das Fachwerkmusterhaus Auf der Börse 1. Dort wurden althergebrachte Baustoffe, wohngesunde Innendämmung und moderne Lichttechnik verbaut, damit der Mensch mit allen Sinnen wahrnehmen kann, wie sich modernes Wohnen im historischen Haus, Baujahr 1730, anfühlt. Besonders reich verzierte Fachwerkbauten mit Symbolen der Schifffahrt und Fischerei gibt es in direkter Nachbarschaft zur evangelischen Kirche in der Schlagdstraße, die direkt zum historischen Hafen führt. An 29 Gebäuden der „Fachwerkstadt am Werrahafen“ findet der Gast ausführliche Erklärungen über deren Geschichte. Ein Stadtspaziergang durch die historische Altstadt mit zertifizierten Gästeführern ist ein Erlebnis. Info: www.wanfried.de

Fachwerk Triennale 2015 hat begonnen

Bleicherode mit Ideenschmiede FachWerkStadt dabei

von Diana Wetzestein

 

Bleicherode/Eschwege. Mit dem Beitrag „Fachwerkstädte – Impulse aus der Wirtschaft“ geht die Fachwerk Triennale bereits zum dritten Mal an den Start. Hessen ist mit zehn, Niedersachsen mit drei, Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg mit jeweils einem Beitrag vertreten. Während der Auftaktveranstaltung, die gestern im E-WERK Eschwege stattfand, wurde über "Nationale Stadtentwicklungspolitik - Kooperation mit der Wirtschaft", "Nachhaltige Stadtentwicklung in Hessen", "Unternehmen und Stadtentwicklung" sowie über "Wohnen in der Fachwerkstadt - Eschweger Initiativen“ diskutiert.

 

Als einzige Kommune des Freistaates Thüringen beteiligt sich die Stadt Bleicherode an der Fachwerk Triennale und knüpft mit dem Thema „Wohnen in der Altstadt“ an die Erfolge und Ideen aus den vorhergehenden Triennalen an. Am 7. Juli wird Bleicherode seinen Triennalebeitrag präsentieren. Als Projektträger will die Stadt Projektpartner und Eigentümer für ein bürgerschaftlich getragenes Konzept zur Rettung der historischen Fachwerkstadt werben.

In der Hauptstraße 130 in der Oberstadt eröffnet dann die „FachWerkStadt“ ihre Tore, dort sollen Ideen geschmiedet und die alle zum Dialog angeregt werden. Mit dabei ist die DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG Nürnberg, sie beginnt mit der Erarbeitung eines Klimakonzeptes, das in die Stadtentwicklung mit einfließen wird. Unterstützung leistet hier die Hochschule Nordhausen.

 

Die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte e.V. (ADF) präsentiert die Fachwerk-Triennalen im Turnus von jeweils drei Jahren als Beitrag zur Nationalen Stadtentwicklungspolitik und liefert damit Strategien, Konzepte und Projektideen zum Umbau von Fachwerkstädten, unter der Projektleitung von Prof. Manfred Gerner und Dr. Uwe Ferber, STADT+ aus Leipzig. Dr. Ferber verspricht „konstruktive Anregungen für die Förderregularien von Bund und Ländern“, hier habe man die Anpassung der Städtebauförderung an die Bedürfnisse der historischen Stadtkerne im Visier. Ziel sei es, über die aktuellen Programmkulissen der Fachwerkstädte hinaus aktiv werden zu können. Viele Projekte der T15 bauen darauf auf und werden die Diskussion auf Bundesebene über die Realität in den Fachwerkstädten anregen.  Info: www.fachwerktriennale.de.

» Regionalstrecke (hier klicken)

Seit dem Jahre 1997 gehört die Stadt Bleicherode zur “Deutschen Fachwerkstraße”.

Route vom Harz zum Thüringer Wald (orange Linie)

Zur Vergrößerung bitte Abbildung anklicken.

Stolberg/Harz   Fremdenverkehrsamt
Markt 2
06545 Stolberg/Harz
Telefon: +49 034654 80150
Fax: +49 34654 729
Bundesw. Info-Nr.: + 49 34654 19433
Worbis   Informations-Besucherzentrum
Kirchstraße 19
37339 Worbis 
Telefon: +49 36074 94856
Fax: +49 036074 94858
Mühlhausen   Fremdenverkehrsamt
Ratsstraße 20
99974 Mühlhausen 
Telefon: +49 3601 452335
Fax: +49 3601 452316
Bundesw. Info-Nr.: + 49 3601 19433
Website: www.muehlhausen.de
Wanfried   Magistrat der Stadt Wanfried
Marktstraße 18
37281 Wanfried 
Telefon: +49 5655 989417
Fax: +49 5655 989430
Treffurt   Fremdenverkehrsamt
Rathausstraße 12
99830 Treffurt 
Telefon: +49 036923 51542
Fax: +49 36923 51546
Website: www.treffurt.de
E-Mail: info@treffurt.de
Vacha   Fremdenverkehrsbüro
Markt 4
36404 Vacha 
Telefon: +49 36962 26112
Fax: +49 36962 26117
Schmalkalden   Schmalkalden-Information
Mohrengasse
98574 Schmalkalden 
Telefon: +49 3683 403182
Fax: +49 3683 403182
Website: www.fh-schmalkalden.de/citytourism
Weitere Informationen   Geschäftsstelle der Deutschen Fachwerkstraße
Propstei Johannesberg
36041 Fulda 
Telefon: + 49 661 4953133
Fax: + 49 661 4953105
» Brief information on the city of Bleicherode (hier klicken)

Bleicherode has an original historical town centre, and is charakterized by many old buildings and timber-framed hauses. During the Thirty Years` War the town was severely destroyed. As a result, most of the town`s timber-framed houses are from the 17th, 18th, and 19th century.

Individual buildings from the 16th, 17th, and 18th century are built in the Frankish timber-framing style. The most notable buldings include the Protestant parsonage (1695, Lower saxon timber style), the Chancellery (1721), and an "Ackerbürger" house, a house of town dwellers woh had their farming land outside the town walls (1731–1734). Bleicherode used to be a town of such dwellers, a fact to which the impressive entrance gates to the town still attest. There are also a large number of fine old doors.

Text aus "Deutsche Fachwerkstraße"
Regionalstrecke Vom Harz zum Thüringer Wald
deutsch/englisch – Verlag Manfred Becker