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Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
das Jahr 2012 hat gerade begonnen und ich möchte traditionsgemäß diesen Zeitpunkt nutzen, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und die Vorhaben für das kommende Jahr darzustellen.
2011 war ein Jahr großer Ereignisse. Die Natur- und Atomkatastrophe in Japan, der Umbruch in der arabischen Welt oder auch das tragische Attentat von Norwegen bewegten die Menschen. In Thüringen war der Besuch des Papstes ein Medienereignis. Bleicherode kam wegen des Bahnunfalles im September auch außerhalb unserer Region in die Schlagzeilen.
Die Schulden- und Finanzkrise ist aus den Nachrichten nicht mehr wegzudenken und wird die Politiker sicher auch noch weiter beschäftigen. Die Beschlüsse des EU-Gipfels zur Bekämpfung der Krise haben noch nicht den erhofften Erfolg erzielt.
Auch in Bleicherode stellt sich die finanzielle Situation nach wie vor sehr angespannt dar. Durch die Senkung der Schlüsselzuweisungen wird es immer schwieriger, Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger wie gewohnt zu finanzieren. Die Landesregierung erwartet von uns, dass wir von Ihnen höhere Kommunalabgaben erheben. Wir müssen nach immer mehr Einsparmöglichkeiten suchen und entscheiden, welche "freiwilligen" Leistungen finanziert werden können. Aus diesem Grund haben wir den Aktionstag am 8. November 2011 durchgeführt, an welchem auch unsere Verwaltung geschlossen war und auf dem wir auf mögliche Folgen dieser Politik - so wie in vielen Kommunen Thüringens - zeitgleich hingewiesen haben.
Zum Jahresanfang ist es mir ein besonderes Anliegen, allen zu danken, die in sozialen Einrichtungen, in den Vereinen, in den Kirchen sowie auf kultureller, künstlerischer aber auch auf sportlicher Ebene mitgearbeitet und Verantwortung übernommen haben. Sie haben sich wieder in beachtlicher Weise für ihre Organisation und unsere Stadt engagiert. Ich danke allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die in privaten Initiativen öffentliche Aufgaben wahrgenommen haben.
Aber auch die Stadtrats- und Ausschussmitglieder, die Schiedskommission, sachkundige Bürger und die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr setzten sich mit ihrem unermüdlichen Wirken wieder für die Allgemeinheit ein. Die Mitglieder der Ortsteilräte von Elende und Obergebra und die Angehörigen der dortigen Freiwilligen Feuerwehren haben ebenfalls ihren Beitrag geleistet. Bedanken möchte ich mich bei diesem Personenkreis und natürlich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung für die gute Zusammenarbeit.
Die Kommunalpolitiker der Stadt Bleicherode haben 2011 wieder eine Vielzahl von Maßnahmen in die Wege geleitet. Es fanden 9 Stadtratssitzungen und 19 Ausschuss-sitzungen statt. Der Stadtrat fasste 74 Beschlüsse. In Elende und Obergebra wurde jeweils eine Ortsteilratssitzung durchgeführt. Der Werkausschuss des Eigenbetriebes Bauhof tagte dreimal.
Die Bürger der Stadt wurden für den 28. März zu einer Einwohnerversammlung eingeladen. Sie hatten die Möglichkeit, sich detailliert über ihre Stadt zu informieren. Die in den Jahren 2009 und 2010 durchgeführten Maßnahmen und die wichtigsten weiteren Vorhaben der Stadt wurden von mir dargelegt.
Baumaßnahmen:
Zusätzliche Bauvorhaben sind aufgrund unserer schwierigen Haushaltslage nicht angedacht. Es gilt, Begonnenes weiterzuführen bzw. zu beenden.
Es wurden aber die im Jahre 2010 begonnenen, sich über mehrere Jahre erstreckenden Sanierungsarbeiten im Haus 2 der Stadtverwaltung, weitergeführt. Auch im Nachbar-gebäude, welches durch die Stadt käuflich erworben wurde, ist mit der Sanierung begonnen worden. Es wurde komplett entkernt. Große Teile der alten Bausubstanz wurden für dendrologische und restauratorische Untersuchungen freigelegt, so dass im Ergebnis mit einer denkmalgerechten Erneuerung des Dachstuhles des im Jahre 1679 errichteten Hauses begonnen werden konnte. Ein genauer Termin für den Umzug der Ämter in den fertigen Gebäudekomplex, der nach dem Einbau eines Liftes auch barrierefrei sein wird, steht gegenwärtig noch nicht fest.
Seit 2009 erfolgen die Sanierungsarbeiten am und im Kulturhaus. Die Arbeiten am Dach des Haupthauses und die Eindeckung des Daches des Saalgebäudes konnten im vergangenen Jahr beendet werden. Im gesamten Hauptgebäude wurden neue Fenster eingebaut. Die Fassade an der Brückenstraße und der Bahnhofstraße erhielt eine Wärmedämmung und neuen Putz.
Zu Beginn des Jahres 2009 wurde eine Spenderwand im Foyer angebracht. Aufgrund der großen Spendenbereitschaft informiert seit im November 2011 sogar eine zweite Spenderwand über finanzielle Zuwendungen über 500,00 €. Weitere Spenden werden aber weiterhin dringend benötigt. Der engagierte Förderverein Kulturhaus e.V. und natürlich die Stadt Bleicherode sind für jede finanzielle Zuwendung dankbar. Ein Hauptanliegen des Bauvorhabens, die Schaffung der Barrierefreiheit im Erdgeschoss, ist mit dem Einbau eines rollstuhlgerechten WC`s und des Außenliftes zum Foyer bereits umgesetzt worden. Zur Seniorenweihnachtsfeier 2011 konnten diese Verbesserungen durch viele ältere Bürger bereits genutzt werden.
Die Gesamtinvestition der bisherigen drei Bauabschnitte des Kulturhauses betrug bisher 674.000 €, aus der Städtebauförderung kamen 300.000,00 €, die bereitgestellten Konjunkturmittel betrugen 168.000 € und die Stadt Bleicherode steuerte 206.000 € bei.
In der Freiheitsstraße wurde die stark beschädigte Asphaltdecke, von der Einmündung Käthe-Kollwitz-Straße bis zur Kreuzung Karl-Liebknecht-Straße, durch eine Tragdeckschicht erneuert. Somit hat die gesamte Freiheitsstraße eine neue Fahrbahnoberfläche.
Das Grundversorgungszentrum Richtung Lipprechterode öffnete am 31. Januar seine Pforten. Der 4000 m² große Einkaufsmarkt wurde nicht nur von der Bevölkerung aus dem Umkreis von Bleicherode, sondern auch von Kunden aus anderen Regionen sehr gut angenommen.
Im Mai wurde das neue Seniorenzentrum "Glückauf" des Jugendsozialwerkes Nordhausen e.V. seiner Bestimmung übergeben. Direkt im Ortszentrum und damit günstig für die Bewohner entstand eine moderne und barrierefreie Wohnanlage. Für 55 pflegebedürftige Menschen stehen 33 Einzelzimmer sowie 11 Doppelzimmer zur Verfügung. Die räumlichen Voraussetzungen ermöglichen sogar ein Zusammenleben in kleinen Hausgemeinschaften.
Am 17. Oktober startete auf dem Gelände der ehemaligen Harzer Stielwerke in Bleicherode ein Semesterprojekt der Fachhochschule Erfurt zur weiteren Verwendung der bisherigen Industriebrache. Wir konnten über 70 Studenten des Bereiches Architektur und die anderen Teilnehmer zur Ortsbesichtigung begrüßen. Der Prodekan an der Fakultät Architektur der Fachhochschule vermittelte den Teilnehmern die ruhige Lage des Gebietes, die gute Verkehrsanbindung und die kurze Entfernung zum Stadtkern.
Bei der Entwicklung von Vorschlägen für die Gestaltung eines modernen Wohnstandortes werden die Studenten neben dem architektonischen Aspekt auch die Folgen von gesellschaftlichem und demografischem Wandel und neue Formen des Zusammenlebens berücksichtigen. Qualitativ gute Wohnhäuser für verschiedene Alters-, und Familienstrukturen sollen dort entstehen. Denn trotz des prognostizierten Bevölkerungsrückganges besteht die Chance von Zuzügen durch die guten verkehrsbedingten Anbindungen z. B. nach Göttingen und in die Region Halle/Leipzig. Die Kreissparkasse Nordhausen prämiert die besten durch eine Jury ermittelten Wohnfeldentwürfe.
Am 17. November 2011 fiel bereits der "Startschuss" für den 1. Bauabschnitt zum Rückbau. Bis auf das Spansilo erfolgte die vollständige Beräumung des Geländes. Es soll in das zukünftige Gesamtkonzept mit einbezogen werden und steht symbolisch für die ehemalige gewerbliche Nutzung.
Die ermittelten Gesamtkosten der Rückbaumaßnahme belaufen sich auf 280.000 €. Unsererseits wurden große Anstrengungen unternommen, um Fördermittel zum Rückbau der alten Anlagen zu erhalten. So konnte erreicht werden, dass dieses Vorhaben größtenteils durch die ELER-Förderung (Europäischer Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung des ländlichen Raums) und Städtebaufördermittel des Landes finanziert wird.
Mit der Beendigung der Arbeiten des 1. Bauabschnittes ist bis Ende Januar zu rechnen. Im folgenden 2. Bauabschnitt werden dann die unterirdischen Anlagen, die Flächen-befestigungen und Gebäudefundamente entfernt.
Mitte November erfolgte die Durchführung der noch ausstehenden Restarbeiten und die bereits angekündigte auf den Kalibergbau bezogene Gestaltung des Innenradius des Kreisverkehrs am früheren Knotenpunkt L 1011/L 1035. Die mehr als 7 m hohe beleuchtete Nachbildung eines Grubenlichtes hat nun einen dekorativen Rahmen. Bevor die Bepflanzung der Fläche erfolgte, sind als Überfahrschutz noch Granitpflastersteine gesetzt worden.
Für die Sanierung der Altdeponie "Dachsberg" konnten im Jahr 2011 sowohl das Plan- als auch das Ausschreibungsverfahren abgeschlossen und ein kompetentes Unternehmen mit der Umsetzung beauftragt werden. Mit den Arbeiten soll im Frühjahr 2012 begonnen werden.
In Elende ist ein 50 m langes Teilstück des südlichen Gehweges entlang der Halle-Kasseler-Straße erneuert worden. Diese Arbeiten werden in diesem Jahr fortgesetzt.
Kulturelle Angelegenheiten:
2011 fanden viele Veranstaltungen statt, die teilweise über unsere Stadtgrenzen hinaus gewirkt haben, geprägt.
Besonders die Schaffung des Stadtwappens erfüllte viele Bürger und auch mich mit besonderem Stolz. Im Rahmen eines historischen Stadtfestes wurde am 10. September 2011 der Schneckenhengst am Bleicheröder Rathaus enthüllt. Über 2000 Schaulustige waren gekommen, um bei der feierlichen Enthüllung unseres neuen Wahrzeichens dabei zu sein. Die Interessengemeinschaft Schneckenhengst hat es mit viel Enthusiasmus, Heimatliebe und großem Durchhaltevermögen geschafft, das schwierige Vorhaben in die Tat umzusetzen.
Mir war es eine große Freude, den Mitgliedern der Interessengemeinschaft die Ehrennadel zu verleihen. Ohne die vielen Spender, allen voran die Kreissparkasse, die Brüder Ekkehard und Bernhard Finn und natürlich auch die vielen anderen interessierten Geldgeber, wäre die Verwirklichung der Idee vom Schneckenhengst nicht möglich gewesen. Mein besonderer Dank geht an den Bildhauer und Schöpfer der Figur, Kai Hartmann. Er hat sich mit dem Schneckenhengst auch einen großen persönlichen Traum erfüllt.
Aber auch Karneval, Schützenfest, Bergmannsfest, Frühlings-, Herbst- und Weihnachtsmarkt, aber auch die Kinderweihnachtsfeier und die Seniorenweihnachtsfeier, um nur die größten Veranstaltungen zu nennen, lockten viele Besucher an. Für unsere älteren Mitbürger war die Seniorenweihnachtsfeier der Stadt im Kulturhaus abschließender stimmungsvoller Höhepunkt eines jeden Jahres.
Anlässlich dieser Veranstaltung ehrte ich engagierte Mitbürger für ihre unermüdliche ehrenamtliche Tätigkeit. Aber auch die erst seit wenigen Jahren existierenden anderen Höhepunkte wie der Familienwandertag, die Highland Games, die Bleicheröder Flugtage und der KanzleiAdvent sind aus unserem breit gefächerten kulturellen und sportlichem Leben nicht mehr wegzudenken.
Auch die kulturellen Veranstaltungen in den Ortsteilen Elende und Obergebra waren aufgrund der guten Arbeit der ansässigen Vereine gut besucht. Zum St. Floriansfest, dem Fest der Feuerwehr, trafen sich im Mai in Elende die Wehren der Region zum gemeinsamen Gottesdienst und einem anschließenden fröhlichen Fest. Zu den Veranstaltungen in Obergebra, wie z. B. Maibaumsetzen, Schützenfest, Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr, Kirmes, Adventskonzert und Weihnachtsmarkt kommt in diesem Jahr noch die 850-Jahr-Feier im September hinzu. Mit Unterstützung der Stadtverwaltung Bleicherode wollen die Vereine von Obergebra gemeinsam mit den Bürgern ein würdiges Jubiläum begehen.
Das Gesamtobjekt Alte Kanzlei mit seinen ständigen Ausstellungen hat sich zu einem Kommunikationsschwerpunkt in der Oberstadt entwickelt und trägt so zur Wiederbelebung des ältesten Teiles von Bleicherode bei. Die Mitglieder der Fördervereins Alte Kanzlei und die Mitarbeiterin der in den dortigen Räumen befindlichen Stadtbibliothek sind bestrebt, das bestehende gute Veranstaltungsangebot noch zu erweitern. Das Nutzungskonzept für die Alte Kanzlei ist jugendorientiert und dient auch der Förderung des Fremdenverkehrs. Um den Zielstellungen noch zu entsprechen, ist der Verein in hohem Maße auf die Unterstützung und Mitwirkung aller Bürger, vor allem der jüngeren, angewiesen.
Der Heimat- und Fremdenverkehrsverband Bleicheröder Berge - Hainleite e.V. konnte dank seiner beachtenswerten Arbeit und durch die finanzielle Unterstützung der Stadt neben dem Kulturhaus auch seine anderen Einrichtungen weiter betreiben: Der Fortbestand von Kino, Bibliothek, Heimatmuseum und Tourist-Information sind wichtig für die gesamte Region. Durch vielfältige Aktivitäten soll die Anzahl der Besucher erhöht werden. Für den Erhalt des Heimatmuseums leistet neben dem HFVV die Interessengemeinschaft Heimatmuseum einen wichtigen Beitrag. Besonderer Dank gilt dem Vorstand und dem Geschäftsführer des Heimat- und Fremdenverkehrsvereins. Stellvertretend möchte ich hier Herrn Dr. Uwe Landsiedel sowie Frau Sabine Randel für ihren unermüdlichen Einsatz erwähnen.
Das Bleicheröder Freibad hatte wie auch andere Freibänder sehr unter dem regnerischen Sommer zu leiden. Lediglich 10.492 Badegäste kamen in unser Bad. Nur zum Vergleich, im heißen Sommer 2003 kamen über 32.000 Besucher. Die Service GmbH, der Bauhof und das Hauptamt der Stadtverwaltung sorgten für eine sachkundige und ordnungsgemäße Betreibung. Die Bewahrung des kulturellen Erbes ist auch für andere Institutionen eine vorrangige Aufgabe. So ist der Erhalt der Knauf-Orgel der ev. St. Marien Kirche Bleicherode weiterhin eine Zielstellung des Gemeindekirchenrates. Wie Sie bestimmt wissen, ist die Geschichte der Orgel eng mit der Historie des Bleicheröder Orgelbaus der Familie Knauf und den nachfolgenden Firmen verbunden. Es wurde zwar schon viel erreicht, aber für das nächste Projekt, die Restauration und klangliche Wiederherstellung des Pfeifenwerkes, hofft der Gemeindekirchenrat auf weitere finanzielle Unterstützung. Dafür werden, wie schon in den Vorjahren, niveauvolle Benefizkonzerte in diesem Jahr in der Kirche gegeben.
Freiwillige Feuerwehr
Besonders im vergangenen Jahr konnten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr ihr Können und ihre hohe Einsatzbereitschaft unter Beweis stellen. Beim Unwetter am 11. September rückten die Feuerwehren der Stadt insgesamt zu 38 Einsätzen aus, um die Schäden durch Sturm und Hochwasser zu beseitigen.
Der Bahnbetriebsunfall im Herbst vergangenen Jahres verlangte von unserer Feuerwehr ebenfalls viel ab. Vom 21. bis 24. September dauerten die Arbeiten im Bahnhof Bleicherode-Ost. Die umliegenden Häuser in Bleicherode-Ost mussten evakuiert werden. Einsatzkräfte aus dem gesamten Landkreis und Werkfeuerwehren der chemischen Industrie leisteten Außerordentliches. Durch die Einsatzbereitschaft der Kameraden der Wehren und durch das umsichtige Vorgehen konnte eine Katastrophe für die Stadt verhindert werden. Die Stadt Bleicherode hatte mit der Polizei ein Bürgertelefon eingerichtet. Dort konnten sich Anwohner und Betroffene, Informationen zum Stand der Straßensperrungen, Beeinträchtigungen oder die Fortdauer der Evakuierungen einholen.
Im gesamten Jahr 2011 wurden 46 Brandeinsätze und 130 Hilfeleistungseinsätze abgesichert. Die Fortbildung von 10 Feuerwehrangehörigen an der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule, die Teilnahme an der Aktion "fit for fire" der Feuerwehrunfallkasse Mitte und die Beschaffung von normgerechter Kleidung für die Einsatzkräfte trugen zur ständigen Modernisierung und Erhöhung der Einsatzbereitschaft der Feuerwehr bei.
Als Vorhaben für 2012 ist die Instandsetzung der Tore am Gerätehaus Bleicherode eingeplant. Außerdem werden die Umbauarbeiten an der Sanitäranlage im Gerätehaus Obergebra zum Abschluss gebracht. Der Stadtrat fasste im vergangenen Jahr den Beschluss, das vorhandene Tanklöschfahrzeug durch ein neues zu ersetzen. Die Umsetzung des Vorhabens erfolgt aber erst 2013. Allen Kameraden gilt mein besonderer Dank für ihren aufopferungsvollen Einsatz zum Wohle aller.
Stadtwald:
Die Dickungspflege und Durchforstungsarbeiten unseres Stadtwaldes war und ist eine wiederkehrende wichtige Aufgabe. Außerdem wurde 2011 mit der grundhaften Instandsetzung des Weges vom Kleinen Tälchen zur Löwenburg begonnen, 2012 wird diese Maßnahme beendet. Die Wanderwege in den Bleicheröder Bergen wurden und werden ständig unterhalten und instand gesetzt. Hier ist dem Thüringer Forstamt Bleicherode und unserem Revierförster Herrn Auer für die gute Zusammenarbeit zu danken.
Das Jagdrecht im Eigenjagdbezirk Stadtwald Bleicherode ist verpachtet. Da am 31. März dieses Jahres der bestehende Vertrag ausläuft, wurde im September 2011 ein neuer Vertrag mit den einheimischen Jägern abgeschlossen.
Verkehrsangelegenheiten, öffentliche Sicherheit und Ordnung: Eine neue zusätzliche Haltestelle für Linienbusse befindet sich seit dem 31. Juli im Ortsteil Obergebra. In der In der Nähe des Obergebraer Ärztehauses halten jetzt Busse der Linie 28 der Verkehrsbetriebe Nordhausen auch in der Gewerbestraße, die sich in der Nähe des Gebäudes befindet. Die Verkehrsbetriebe Nordhausen sind so den Wünschen der Obergebraer Arztpraxen und Anlieger der Gewerbestraße nachgekommen.
Die Stadt Bleicherode hat sich für die Erweiterung des Fahrplanes eingesetzt und bedankt sich bei den Verkehrsbetrieben Nordhausen und dem Landratsamt Nordhausen, Fachbereich Straßenverkehr, für die Realisierung. 2012 wird die Straßennamenbeschilderung in Obergebra erneuert.
2011 wurde mit der Erfassung der elektronisch lesbaren Transpondernummern aller Hunde in der erfüllenden Gemeinde Bleicherode gemäß dem Thüringer Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor Tiergefahren begonnen.
Wirtschaft und Soziales:
Seit dem 1. Februar 2011 können nach umfangreichen Baumaßnahmen bereits Kinder ab dem 1. Lebensjahr in der Kindereinrichtung Schlösschen am Festplatz aufgenommen werden. Um diese Möglichkeit zu schaffen, mussten bestimmte Anforderungen und Auflagen erfüllt werden. Außerdem wurden das gesamte Treppenhaus renoviert und Bodenbelagsarbeiten durchgeführt.
Im Jahr 2012 werden die Außenjalousien in der Kindereinrichtung "Bleicheröder Knirpse" teilweise erneuert. Die Umgestaltung des Kinderspielplatzes in der Erzberger Straße ist eine weiteres Vorhaben in diesem Jahr.
Unsere großen Bemühungen hinsichtlich der weiteren Gewerbeansiedlung konnten 2011 einen Erfolg aufweisen. Am 8. Dezember fand die Grundsteinlegung der Firma IBB GmbH aus Büttstedt für eine Halle im Chemiepark Bleicherode statt. Die Erschließung des Areals erfolgte eigens für Industrieansiedlungen.
Die Firma IBB, Industriebau & Beratungs-Gesellschaft mbH, ist in Bleicherode bereits bekannt. Seit mehreren Jahren ist sie als Servicepartner für die DEUSA International GmbH tätig. Oberste Priorität in unserer Arbeit ist es, weitere Firmen für die noch zur Verfügung stehenden freien Flächen zu gewinnen.
Städtepartnerschaftsbeziehungen:
Bleicherode war Austragungsort des diesjährigen Treffens der Partnerstädte vom 11.-14. März. Unsere Gäste reisten aus unseren Partnerstädten Orneta in Polen, Vieux-Conde in Frankreich und Niederzier in Nordrhein-Westfalen, an. Ziel dieser Beratung war die Abstimmung der Aktivitäten auf dem Gebiet der Partnerschaftsarbeit im Jahr 2011 und die Vorplanung der Veranstaltungen für 2012.
Beim Schüleraustausch im Mai zwischen dem Gymnasium Nr. 2 aus Orneta und der Löwentorschule verlebten polnische Schüler und ihr Lehrer interessante Tage in Bleicherode. Vertreter unserer Partnerstädte kamen zum Vogelberglauf und zum Bergmannsfest. Anlässlich der 50jährigen Partnerschaft mit Vieux-Condè reiste im Juli eine Bleicheröder Delegation nach Vieux-Condè. Herrn Rudi Kuntzsch, einem Initiator der Gründung des Partnerschaftsvereins, wurde eine Urkunde der Stadt Bleicherode verliehen. Er hat sich um die Entwicklung und Fortführung der Städtepartnerschaftsbeziehungen zwischen Vieux-Condè und Bleicherode seit dem Jahre 1961 verdient gemacht. Eine weitere Urkunde wurde an diesem Tag an Herrn Serge van der Hoeven überreicht, der ebenfalls Großes für die deutsch-französische Städtepartnerschaft geleistet hat.
Mit Orneta verbindet uns eine 10jährige Partnerschaft, die im September zum Jubiläum der Unterzeichnung feierlich bekräftigt wurde. Dazu weilte eine Delegation aus Bleicherode in der polnischen Stadt. Während einer feierlichen Sitzung des Stadtrates von Orneta wurde eine Urkunde zur Fortführung der weiteren partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Orneta und Bleicherode unterzeichnet. Die Unterschriften besiegelten das gegenseitige Versprechen einer dauerhaften Freundschaft zwischen beiden Städten.
Die Mitgliederwerbung ist auch 2012 ein Schwerpunkt in der Arbeit des Vereins. An Städtepartnerschaften interessierte Bürger werden sehr gern in den Städtepartner-schaftsverein aufgenommen.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
durch unser Engagement und unser Zusammengehörigkeitsgefühl haben wir es gemeinsam erreicht, auch in schwierigen Situationen unsere Stadt lebens- und liebenswert zu erhalten und zu gestalten.
Im Jahr 2012 können Sie von Ihrem demokratisch verankerten Wahlrecht Gebrauch machen. So werden am 22. April der Landrat des Landkreises sowie der Bürgermeister der Stadt Bleicherode gewählt. Meine Bitte ist, nutzen Sie dieses Wahlrecht und geben Sie dadurch extremistischen Gruppen nicht die Möglichkeit, Einfluss in unserer Region zu gewinnen.
An dieser Stelle möchte ich nun meine Ausführungen beenden und Ihnen ein erfolgreiches, glückliches und vor allen Dingen gesundes Neues Jahr wünschen.
Ihr Frank Rostek Bürgermeister
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