Ortsteil Elende

Elende

Gesamtfläche: 194,3010 ha
Einwohnerbestand: 118
Stichtag: 30.09.2014

Bürgermeister: Herr Englert
Telefon: +49 36338 50572

Öffnungszeiten Gemeindeamt:
Mittwoch 18.00–19.00 Uhr

Telefon: 036338/60349

Lage
Elende wurde erstmals  1212 erwähnt (eine neue Urkunde belegt einen Helvicus de Enelende). Der Ort Elende war einst im Mittelalter ein großer Wallfahrtsort - ein Marienbildstock soll Wunderkräfte besessen haben.


An der ehemaligen Kreuzung zweier mittelalterlicher Handelswege steht heute noch eine alte Wegekapelle. Zwei bedeutende Wege kreuzten sich in Elende. Einerseits die alte Handelsstraße “strata  communis“ in Ost-West-Richtung und andererseits in Nord-Süd-Richtung der Weg vom Thüringer Becken (Mühlhausen) in den an Krongut reich begüterten Harzraum (Richtung Kloster Walkenried). Gemeinsam mit dem Hospital bildete die Kapelle eine „Elendsstation“ oder Fremdenherberge. Die alte Wegekapelle ist eines der ältesten Bauwerke des Landkreises Nordhausen.


Geschichte
Später wurde die Rosenkirche errichtet. Den Beginn der Bauzeit gibt ein Stein an, welcher  auf der Südseite des Altarraumes eingemauert ist. Darauf steht: Anno domini MCCCCXIX  prsens opus inceptum fuit iij kal. Septembris in honorem marie  virginis, d.h. am 30. August 1419 ist dieses Werk zu Ehren der Jungfrau Maria begonnen worden. Als Stifter und Erbauer der Kirche werden in der Bibliothek zu Hannover zwei Brüder Küchenthal, der eine Priester, der andere ein Bürger zu Bleicherode, genannt. 1804 wurde ein Teil der Kirche wegen Baufälligkeit des Daches  abgerissen. Erhalten blieben der höhere Chor und ein Teil des Kirchenschiffes. Ursprünglich bestand  die Kirche noch aus zwei Querbauen, im Süden der Marien Capelle  und im Norden der Sakristei oder Alte Zelle. An der Westseite erhob sich der Turm, dessen Wände  2m und teilweise  3m dick waren. Neben der Sakristei führte eine Wendeltreppe in einen turmartigen Aufgang ebenfalls zu den Emporen. Die Kirche erreichte damals  eine  Höhe des jetzigen Turmes. Der Hauptaltar war von Meister Martin geschnitzt worden. Dies geht aus der zurückgebliebenen  Inschriftentafel  vom nicht mehr vorhandenen Schnitzaltar hervor. Die Kirche besaß vier Altäre, sowie vier geweihte und mit Ablass versehene Gemälde. Außerdem war ein reicher  Schatz an Reliquien vorhanden.
Wie lange die Wallfahrten gedauert haben, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Das Elender Wunderbuch (das älteste in Deutschland erhaltene Mirakelbuch seiner Art) verzeichnet Wunder bis in das Jahr 1517, danach wurde es geschlossen.


Allgemeines
Im Jahre  1994 wurde die eigenständige Gemeinde Elende per Gemeinderatsbeschluss ein Ortsteil der Stadt Bleicherode.